Sonntag, 16. Januar 2011
Beuysschüler TRIER 1969
netzmuseum2, 21:08h







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DER NACKTE GEGENSTAND DER KUNST IST EINE ZUMUTUNG. Er schob sie ständig beiseite, die Kaffetasse. Auch unsere Tassen schob er beständig auf dem Tisch hin und her. So als übe er Züge wie auf einem Schachbrett. Er saß vorgebeugt uns gegenüber und so war er mit seinen Händen auf dem Tisch unterwegs und verschob die Tassen - Das Sahnekännchen - Den Zuckertopf - Die Löffel machte er zu einer eigenen Waffe, klopfte damit die Tassen ab und auf dem Tisch herum. Unendlich gedehnt.














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Donnerstag, 7. Oktober 2010
JÖRG IMMENDORF
netzmuseum2, 21:51h










Alle Fotos Copyright
NILS KRISTIANSEN --
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Sonntag, 22. August 2010
ANDRAS MEDVE
netzmuseum2, 11:09h







M

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Donnerstag, 11. März 2010
NILS KRISTIANSEN
netzmuseum2, 15:10h




Für Fritz






"Sigmar Polke"
Co. Foto: Nils Kristiansen

"Jörg Immendorf"
Co Foto: Nils Kristiansen




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Montag, 3. September 2007
GABI WEBER 1946-1996
netzmuseum2, 21:42h


GABI WEBER ODER DIE INNIGKEIT EINER GERANIE
von Konrad Klaphek
Gabi malte, ganz unabhängig von Beuys, Portraits ihrer Freunde, ihre Katzen, Stilleben mit dem kleinen Krimskrams, den sie liebte, Tassen, Flaschen, Püppchen, Streichholzschachteln, alte Photos und immer wieder Häuserfassaden. Die Wände von Kneipen:"En de Retematäng", "Zur Uel", "Zum goldenen Einhorn", "Bobbys Schnapsausschank", "Im Füchschen", mit einem Wort fast die ganze Ratinger Strasse, und viele, viele Lokale auf ihren Reisen.
"Mein halbes Leben habe ich in Kneipen verbracht", so ihr knapper Kommentar.

"Gabi" Bronze

http://www.c3.hu/~ligal/286.html

Hartmut und Gabi

Kulturzentrum der Partei in Bulgarien
Eine andere Reihe galt den Hinterhöfen der Stadt, den unscheinbaren Rückenwänden von Konzerthallen und Museen, den Kiosken und Hafenbauten. Wer wissen will, wie der Robert-Schumann-Saal von hinten, wie die Maoam-Fabrik, wie das Rhenusgebäude im Hafen aussah, schaue sich Gabis Häuserportraits an. Wie einst Maurice Utrillo seine Lebensangast von den Wänden der Pariser Vorstädte zurückwerfen ließ, so teilt Gabi ihre Schwermut den Mauern des alten Düsseldorf mit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Utrillo

Rätematäng

Maoam Fabrik

Orfeuvre

Kneipe in Paris
EI Öl 17x24


Kollers Kahn

Stillleben "Thomas Häfner"

Gabis Atelier

Selbstportrait
In der Tat war G auch eine von den Naturen, die in keinerlei Klassenbegriff aufgehen. Man konnte sie mit hergebrachtem Maßstab nicht bemessen. Sie war etwas für sich und etwas Ganzes, was jedermann gerne respektierte. Gutmütig, lebhaft, keck, ideenreich und hochbegeistert für Menschen und Dinge, kehrte sie sich im persönlichen Verkehr zwar nicht allzustreng an hergebrachte Formen und Redensarten, aber es lag nichts Anstössiges in dieser Freiheit, weil die geniale Frische und höchst achtbare Solidität ihres Wesens jede Überschreitung ausglich. Für die Kunst hatte G eine entschiedene Begabung. An Ausdauer, Fleiß und Konzeptionsfähigkeit übertraf sie die Meisten ihrer Malerfreunde.
Nach: WILHELM VON KÜGELGEN
"Die Jugenderinnerungen eines alten Mannes"

Gabi mit Freunden ÖL 100x120



KARNEVALWAGENBAU Foto RP








Wagenbaumeister der 70ziger und 80ziger Jahre
http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Rahmann
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Samstag, 1. September 2007
Hier ist Preussen und ich bin der alte Fritz
netzmuseum2, 22:13h
Mit wunderbarer Aussicht auf das Mittlere Meer sass er eingewickelt in warmen Decken, auf absoluter Höhe seiner Wahrnehmung. Er schrieb Karten mit kleiner Schrift, denn es gab viel und Wesentliches zu sagen, doch das Wichtigste stand zwischen den Zeilen.Tee, Wasser, kleines Gebäck und die Selbstgedrehte auf dem Tisch, gegen den Himmel stehend, schärften sein Bewusstsein für den Moment. Scharfe Gedanken mit hoher Frequenz und Reichweite gingen hinaus an die Freunde, mit der Inhaltlichkeit des Ortes der in Klarheit über das Ende sprach.

Anwesenheit durch Abwesenheit.

Hier ist Preussen
Und ich war der alte Fritz


Anwesenheit durch Abwesenheit.

Hier ist Preussen
Und ich war der alte Fritz

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Sonntag, 11. März 2007
DER ARCHIPEL GULAG Alexander Solschenizyn
netzmuseum2, 19:58h
DEN UNBEKANNTEN KÜNSTLERN GEWIDMET
Da lagen sie,
Schreibblöcke, Mappen
selbstgebastelte Umschläge,
gebündelte, geheftete
und einfach lose Blätter---
Konische Grabhügel über einem
erstickten menschlichen Geist.
Und des Hügels Spitze
war höher als meines Richters Schreibtisch.
Fast das sie den Richter selbst
vor mir verdeckte.
Brüderliches Mitleid griff mich an,
mit dem Unbekannten,
den sie in der vergangenen Nacht
verhaftet hatten.
Und mit seinem Werk,
daß sie am Morgen,
Ergebnis einer Haussuchung,
auf dem Parkettboden der Folterkammer,
zu den Füßen des vier Meter hohen Stalin
ausgeschüttet hatten.
Da saß ich und grübelte:
Wessen außergewöhnliches Leben
haben sie in dieser Nacht herbeigeschleppt,
daß es gefoltert und geschunden werde
und am Schluß in Rauch aufgehe?
Wer zählt die Pläne und Werke,
die in diesem Gebäude verkamen?
Eine ganze verlorene Kultur.
Oh, Du Ruß aus den Schornsteinen der Lubjanka!
Das bedrückenste ist, daß die Nachfahren
unsere Generation für dümmer,
stummer und unbegabter halten werden,
als sie war.
A.S.---------------------------------------------


http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Issajewitsch_Solschenizyn
http://Langheimschlacht.blogger.de
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Da lagen sie,
Schreibblöcke, Mappen
selbstgebastelte Umschläge,
gebündelte, geheftete
und einfach lose Blätter---
Konische Grabhügel über einem
erstickten menschlichen Geist.
Und des Hügels Spitze
war höher als meines Richters Schreibtisch.
Fast das sie den Richter selbst
vor mir verdeckte.
Brüderliches Mitleid griff mich an,
mit dem Unbekannten,
den sie in der vergangenen Nacht
verhaftet hatten.
Und mit seinem Werk,
daß sie am Morgen,
Ergebnis einer Haussuchung,
auf dem Parkettboden der Folterkammer,
zu den Füßen des vier Meter hohen Stalin
ausgeschüttet hatten.
Da saß ich und grübelte:
Wessen außergewöhnliches Leben
haben sie in dieser Nacht herbeigeschleppt,
daß es gefoltert und geschunden werde
und am Schluß in Rauch aufgehe?
Wer zählt die Pläne und Werke,
die in diesem Gebäude verkamen?
Eine ganze verlorene Kultur.
Oh, Du Ruß aus den Schornsteinen der Lubjanka!
Das bedrückenste ist, daß die Nachfahren
unsere Generation für dümmer,
stummer und unbegabter halten werden,
als sie war.
A.S.---------------------------------------------


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